Hecken in Form schneiden

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Hecken richtig in Form schneiden
Ein regelmäßiger Form- und Pflegeschnitt sorgt dafür, dass die Gartenhecken dicht wachsen und gesund bleiben. Der erste Schnitt der Hecken erfolgt ab dem zweiten Pflanzjahr. Wie oft man seine Hecke in Form schneiden muss, hängt nicht nur von den persönlichen Vorlieben ab, sondern auch von der Wuchsgeschwindigkeit der Pflanzen.
Vorteile - Regelmäßiger Rückschnitt
- Stärkt die Hecke: fördert die Vitalität und Widerstandskraft
- Sorgt für dichten Wuchs: neue Triebe bilden ein gleichmäßiges, blickdichtes Gesamtbild
- Beugt Verkahlung vor: regelmäßiger Rückschnitt verhindert kahle Stellen im Inneren der Hecke
Starker Rückschnitt – das ist zu beachten
Beim Heckenschnitt muss an den Vogelschutz gedacht werden, denn Hecken sind Lebensräume für Vögel und viele andere Lebewesen. Wenn die Hecke im Frühjahr stark geschnitten werden soll, muss das bis spätestens Ende Februar erfolgen.
WichtigLaut Bundesnaturschutzgesetz dürfen Hecken vom 1. März bis zum 30. September weder radikal geschnitten noch entfernt werden, um brütende Vögel zu schützen. Erlaubt ist nur ein schonender Form- und Pflegeschnitt.
Form und Pflegeschnitt – was ist der Unterschied?
Wer eine Hecke dauerhaft in Form halten möchte, sollte zwischen Form- und Pflegeschnitt unterscheiden:
Pflegeschnitt:
Beim Pflegeschnitt werden regelmäßig überstehende oder kranke Triebe entfernt. Dieser Schnitt fördert ein dichtes, gesundes Wachstum und sorgt dafür, dass die Gartenhecke nicht aus der Form gerät.
Formschnitt:
Der Formschnitt erfolgt meist seltener, aber gezielter – ideal nach dem Neuaustrieb. Ziel ist es, der Hecke eine klare Kontur zu geben, z. B. als Kugel-, Kegel- oder Rechteckform. Gerade bei streng geschnittenen Hecken ist dieser Schnitt besonders wichtig.
Bei schnell wachsenden Pflanzen wie dem Liguster, dem Feldahorn oder der Rotbuche, sollte, wer es akkurat liebt, zweimal im Jahr zur Schere greifen.
Langsam Wachsende wie zum Beispiel die Stechpalme, Kirschlorbeer oder Thuja müssen in der Regel nur einmal im Jahr geschnitten werden. Schneidet man einmal, ist Ende Juni der beste Zeitpunkt. Der beste Zeitpunkt für den zweiten Schnitttermin ist im Februar.
| Langsames Wachstum | Schnelles Wachstum | |
|---|---|---|
| Häufigkeit | 1 pro Jahr | 2 pro Jahr |
| Bester Zeitpunkt | Ende Juni | Februar |
| Beispiele | Stechpalme, Kirschlorbeer, Thuja | Liguster, Feldahorn, Rotbuche |
Tipp: Beim Sommerschnitt im Ende Juni/Anfang Juli sollte bei bedecktem Himmel erfolgen. So ist die frisch gestutzte Hecke nicht der prallen Sonne ausgesetzt und frische Schnittstellen verbrennen nicht.
Gartengeräte für den Heckenschnitt
Für den Schnitt der Hecken braucht man es vor allem Augenmaß und eine gute Heckenschere. Die Messerform der mechanischen Heckenscheren ist speziell auf den Anwendungszweck abgestimmt.
Heckenscheren mit Wellenschliff
Eine Schere mit Wellenschliff eignet sich ideal für den regelmäßigen Heckenschnitt. Durch die Wellenform können die Äste nicht wegrutschen und man hat immer den richtigen Schnittwinkel.
Heckenscheren mit geradem Schliff
Ein gerader Schliff eignet sich ideal für alle Formschnitte. Die Schnittform ist perfekt, wenn von oben schmal und unten breit geschnitten wird, so bekommen auch die unteren Zweige Licht und bleiben blickdicht.
Produktempfehlungen
Häufige Fehler beim Heckenschnitt vermeiden
- Zu starker Rückschnitt: Besser regelmäßig in kleineren Etappen schneiden, statt radikal zu kürzen
- Falscher Zeitpunkt: Vermeiden Sie starke Rückschnitte während der Brutzeit – erlaubt sind nur Formschnitte von März bis September
- Ungeeignetes Werkzeug: Stumpfe oder ungeeignete Geräte verletzen die Triebe – nutzen Sie scharfe Heckenscheren für saubere Schnitte
